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ReGerecht und Praxis gehen Hand in Hand: Auftaktveranstaltung zur Wohnbauentwicklung 2030 für den Stadt-Umland-Raum Schwerin mit Projektbeteiligung

Am 06. Februar 2020 fand im Historischen Rathaus Schwerin die Auftaktveranstaltung zur Fortschreibung des Wohnbauentwicklungskonzeptes für den Stadt-Umland-Raum Schwerin statt. Unter Moderation des Amtes für Raumordnung und Landesplanung Westmecklenburg, einem ReGerecht-Projektpartner, verständigten sich der Oberbürgermeister Schwerins, die Bürgermeister der Umlandgemeinden sowie die Vertreter der Fachverwaltungen zu ersten inhaltlichen und organisatorischen Eckpunkten des weiteren Kooperations- und Abstimmungsprozesses.

Für die Weiterentwicklung des Wohnbaulandentwicklungskonzeptes erfolgt derzeit die Bestandsaufnahme. Ziel ist es, bis Ende 2020 ein aktualisiertes Konzept für den Stadt-Umland-Raum Schwerin fertigzustellen.

ReGerecht unterstützt inhaltlich und personell den Dialogprozess Erste Vorschläge hierzu kamen auf der Veranstaltung durch den Projektleiter apl. Prof. Dr. Thomas Weith. Eine Einbeziehung in die weiteren Arbeitsschritte des Konzeptes ist vorgesehen.

Stadt-Land-Unterschiede, gerechter Ausgleich und nachhaltiges Landmanagement

Vortrag des indonesischen Ministers für nationale Entwicklungsplanung (c) Th. Weith

Indonesien kann als eine der Weltregionen mit den derzeit größten Landnutzungskonflikten betrachtet werden. Neben der Problematik der Umnutzung tropischer Regenwälder in Plantagen bestehen erhebliche Nutzungsänderungen durch Siedlungs- und Infrastrukturentwicklungen (Verlust wertvoller Böden und Landwirtschafts- sowie Waldflächen). Im Rahmen des Forschungsprojekts ReGerecht reiste apl. Prof. Dr. Thomas Weith vom 7. bis 19. September 2019 in das Land, um sich mit Kolleg*innen zu den Themen regionale Gerechtigkeit und Landnutzungskonflikte auszutauschen.

Der Aufenthalt in Indonesien war zweigeteilt. In der ersten Woche wurden auf der internationalen ISOCARP-Konferenz (Weltkonferenz „Beyond metropolis“ der International Society of City and Regional Planners vom 7. bis 13. September 2019 in Jakarta und Bogor) erste Ergebnisse aus dem ReGerecht-Projekt in einer Session vorgestellt. In der zweiten Woche erfolgte auf Einladung der Hasanuddin-Universität Makassar ein dortiger Aufenthalt, währenddessen unter anderem ein öffentlicher Vortrag zum Themenfeld „Landnutzung und Regionalentwicklung in Europa“ vor 400 Studierenden an der Fakultät für Stadt- und Regionalplanung der Hasanuddin-Universität Makassar gehaltenwurde. Ein anschließendes Treffen mit dem Dekan der Fakultät für Ingenieurwissenschaften der Hasanuddin Universität Makassar bot auch die Gelegenheit, sich über Landnutzungskonflikte in Küstenregionen auszutauschen und Möglichkeiten eines aktiven Wissensmanagements auszuloten.

Round Table beim Global Land Programm – Treffen 2019

Mit dem Runden Tisch „Räumliche Gerechtigkeit: Stand des Wissens, Positionen und Herausforderungen“ lieferte apl. Prof. Dr. Thomas Weith (ZALF) einen wichtigen Beitrag zum Open Science Meeting des Global Land Programmes am 26. April 2019 in Bern. Zusammen mit dem Kollegen Prof. Dr. Köck vom UFZ führte er in die Veranstaltung ein und moderierte die Diskussion. Über zwanzig Teilnehmende tauschten sich inhaltlich über das Thema aus und entwickelten Perspektiven für Forschung und Praxis. Es wurde deutlich, dass „Räumliche Gerechtigkeit“ aktuell wie zukünftig eine große Bedeutung bei Landnutzungsfragen haben wird. Deshalb wurden weitere Formen der Zusammenarbeit im Rahmen des GLP sowie im Kontext des BMBF-Projektes ReGerecht vereinbart.

Interview mit Eva Eichenauer, IRS

Die Energieagentur NRW hat mit Eva Eichenauer vom Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung (IRS) ein Interview zu Konflikten und Gerechtigkeitsfragen in der Energiewende geführt, unter anderem auch zum Projekt ReGerecht: https://www.energieagentur.nrw/blogs/erneuerbare/beitraege/die-energiewende-gerecht-gestalten-interview-mit-eva-eichenauer/

Dezember 2018: Zweiter Workshop in Schwerin

Anknüpfend an das erste Arbeitstreffen im November trafen sich die ReGerecht Projektpartner am 18. Dezember 2018 im Rathaussaal in Schwerin für den zweiten Projekt-Workshop.

Die Mitwirkenden konkretisierten die Themenfelder, die beim ersten Arbeitstreffen als Schwerpunkte festgelegt worden waren, indem sie spezifische Problemfelder im Stadt-Umland-Raum benannten. Außerdem wurden zentrale Modelle der Stadt-Land-Verflechtungen und verschiedene konzeptionelle Ansätze zur regionalen Gerechtigkeit präsentiert und diskutiert.

Aufbauend auf diese Diskussionen werden die wissenschaftlichen Partner bei einem weiteren Treffen im Februar 2019 die für ReGerecht geeigneten Modelle und Ansätze auswählen und ausarbeiten.

November 2018: Erstes Arbeitstreffen in Schwerin

Nach dem Auftakttreffen Ende September trafen sich am 16. November 2018 die ReGerecht Projektpartner im Schweriner Stadthaus zum ersten vertiefenden Projekt-Workshop. Die Mitwirkenden aus Wissenschaft und Praxis präzisierten gemeinsam, dem transdisziplinären Ansatz folgend, sowohl thematisch-inhaltliche als auch räumliche Schwerpunktsetzungen. Zudem wurden erste Bausteine der Akteursanalyse bearbeitet. Auf diese Ergebnisse aufbauend wird sich im Dezember der nächste Workshop anschließen. Hierbei stehen zentrale Modelle zur Stadt-Land-Verflechtung und konzeptionelle Ansätze zur regionalen Gerechtigkeit im Mittelpunkt.

Auftakt für BMBF-Projekt ReGerecht: Stadt und Land gemeinsam gestalten

Stadt und Land werden oftmals als Gegensatz gesehen. Doch oft gelingt eine nachhaltige Landschaftsentwicklung und Infrastrukturpolitik nur gemeinsam. Im September startete deshalb das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt „ReGerecht – Integrative Entwicklung eines gerechten Interessensausgleichs zwischen Stadt, städtischem Umland und ländlichem Raum“. Das Auftakttreffen hierzu fand am ZALF statt.

Gruppenfoto bei der Auftaktveranstaltung des Projektes ReGerecht Quelle: © Julia Lidauer
Gruppenfoto bei der Auftaktveranstaltung des Projektes ReGerecht Quelle: © Julia Lidauer

Gemeinsam erarbeiten Partner aus Wissenschaft und Praxis in den nächsten fünf Jahren Lösungen, um Konflikte zwischen Stadt, Umland und ländlichen Räumen abzubauen und neue Wege für den Ausgleich unterschiedlicher Interessen zu etablieren. Im Zentrum stehen dabei die unterschiedlichen Nutzungsansprüche an Land und damit verknüpfte Ressourcen und Infrastrukturen.

Das Projekt nutzt dabei einen Ansatz, der Wissenschaft und Praxis von Beginn an zusammenführt. Durch transdisziplinäre Zusammenarbeit werden möglichst frühzeitig die verschiedenen Akteure und ihre Perspektiven in die Entwicklung und Erprobung von Lösungen für Landnutzungskonflikte einbezogen. Diese sollen zunächst im regionalen Kontext, konkret in der Region Schwerin, erarbeitet und in einem nächsten Schritt auf weitere Regionen in Deutschland mit Städten gleicher Größe und ähnlichen Herausforderungen übertragen werden.

Das Projekt richtet sich gezielt an die Kommunal- und Regionalpolitik, die Landes- und Bundespolitik, Unternehmen und Nichtregierungsorganisationen. „Wir betreten hier Neuland, da wir auf anspruchsvolle Kooperationslösungen setzen, die weder Stadt noch Land einseitig bevorzugen“, so der Projektleiter apl. Prof. Dr.-Ing. Thomas Weith vom ZALF.

Das Vorhaben wird vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e. V. in Müncheberg koordiniert. Neben dem ZALF sind das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH – UFZ Leipzig, die Technische Universität Dresden, das Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung in Erkner, die Landeshauptstadt Schwerin, das Amt für Raumordnung und Landesplanung Westmecklenburg sowie die Landgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH Partner. Der Bundesverband der gemeinnützigen Landgesellschaften (BLG) sowie die T-Systems Multimedia Solutions GmbH unterstützen das Vorhaben inhaltlich.

Gefördert wird das fünfjährige Projekt „ReGerecht“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der Fördermaßnahme „Stadt-Land-Plus“ als Teil der Leitinitiative Zukunftsstadt. Ziel der Fördermaßnahme „Stadt-Land-Plus“ ist, durch Stärkung der Stadt-Land-Beziehungen eine integrierte nachhaltige Entwicklung von Regionen zu erreichen.

Auftakt für BMBF-Projekt ReGerecht

Stadt und Land gemeinsam gestalten

Stadt und Land werden oftmals als Gegensatz gesehen. Doch vielfach geht es bei der Flächenplanung, der Entwicklung von Verkehrsinfrastrukturen oder Bildungsangeboten nur gemeinsam. Im September startete jetzt das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt „ReGerecht – Integrative Entwicklung eines gerechten Interessensausgleichs zwischen Stadt, städtischem Umland und ländlichem Raum“. Gemeinsam erarbeiten Partner aus Wissenschaft und Praxis in den nächsten fünf Jahren Lösungen, um Konflikte zwischen Stadt, Umland und ländlichen Räumen abzubauen und neue Wege für den Interessensausgleich zu etablieren. Im Zentrum stehen dabei die unterschiedlichen Nutzungsansprüche an Land. Das Vorhaben wird vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e. V. koordiniert.

Bepflanzen oder bebauen? Quelle: © Thomas Weith / ZALF.
Bepflanzen oder bebauen?
Quelle: © Thomas Weith / ZALF.

Thematisiert werden beispielsweise die immer wieder umstrittene Siedlungsentwicklung und Freiflächensicherung, oder indirekte Veränderungen von Standortqualitäten durch den Breitbandausbau und umfassende Digitalisierungsbemühungen, aber auch mögliche Vernetzung von Energieproduktion und Energieverbrauch.

Das Projekt nutzt dabei einen Ansatz, der Wissenschaft und Praxis von Beginn an zusammenführt. Durch transdisziplinäre Zusammenarbeit werden möglichst frühzeitig die verschiedenen Akteure und ihre Perspektiven in die Entwicklung und Erprobung von Lösungen für Landnutzungskonflikte einbezogen. Diese sollen zunächst im regionalen Kontext, konkret in der Region Schwerin, erarbeitet und in einem nächsten Schritt auf weitere Regionen in Deutschland mit Städten gleicher Größe übertragen werden. Das Projekt richtet sich gezielt an die Kommunal- und Regionalpolitik, die Landes- und Bundespolitik, Unternehmen und Nichtregierungsorganisationen.

Wir betreten hier Neuland, da wir auf anspruchsvolle Kooperationslösungen setzen, die weder Stadt noch Land einseitig bevorzugen“, so der Projektleiter apl. Prof. Dr.-Ing. Thomas Weith vom ZALF.

Neben dem ZALF als Koordinator sind das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH – UFZ Leipzig, die Technische Universität Dresden, das Leibniz-Institut für raumbezogene Sozialforschung in Erkner, die Landeshauptstadt Schwerin, das Amt für Raumordnung und Landesplanung Westmecklenburg sowie die Landgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH Partner. Der Bundesverband der gemeinnützigen Landgesellschaften (BLG) sowie die T-Systems Multimedia Solutions GmbH unterstützen das Vorhaben inhaltlich.

Gefördert wird das fünfjährige Projekt „ReGerecht“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der Förderrichtlinie „Stadt-Land-Plus“ zur Förderung von Forschungs- und Entwicklungsvorhaben im Themenbereich „Ressource Land“ als Teil der Leitinitiative Zukunftsstadt.